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Psychotherapiepraxis Stefanie Wittig

Burnout oder Depression?

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Burnout oder Depression?

Das ist eine wichtige und mutige Frage – und sie verdient eine achtsame, ernsthafte Antwort. Der Unterschied zwischen Burnout und Depression ist oft schwer zu erkennen, da sich viele Symptome überschneiden oder atypisch ausfallen. In der ICD-10 bzw. ICD-11, eine Abkürzung von "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems" und die Ziffer steht für die Version, werden die Anforderung für eine klinische Diagnose genau beschrieben. Hier möchte ich Euch ein paar Unterschiede bezüglich Ursache, Symptome, Verlauf und Behandlung bei typischen Verläufen mitgeben.

Vergleich

BurnoutDepressionVergleich

Diese Tabelle dient nicht zur Selbstdiagnose. Bitte beachte immer, dass jeder individuelle Symptomatiken aufweisen kann und es auch organische / medikamentöse Ursachen gibt. Daher bitte immer einen Arzt hinzuziehen.

Wie entsteht ein Burn-Out?

Die Entstehung eines Burnouts wird durch bestimmte persönliche Dispositionen begünstigt, zu denen großer Ehrgeiz, ein hohes Verantwortungsbewusstsein und ein ausgeprägter Perfektionismus aber auch großes Harmoniebedürfnis zählen. Menschen, die sehr hohe Erwartungen an sich selbst stellen, sind häufiger betroffen.

Burnout entwickelt sich nicht plötzlich – es ist ein schleichender Prozess, der sich oft über Monate oder Jahre erstreckt. Die Forschung beschreibt verschiedene Phasen des Burnouts, die typische emotionale, kognitive und körperliche Veränderungen widerspiegeln.

Wichtig zu wissen:
Eine somatische also körperliche Abklärung beim Arzt kann nachweisen, ob es sich vielleicht um eine Schilddrüsenerkrankung oder um Nebenwirkungen von Medikamenten handelt, die ähnliche Symptome hervorrufen können. Daher ist ein Arztbesuch bei Symptomen wirklich wichtig. Ein Burnout kann in eine Depression übergehen oder mit Depressionen und Angststörungen einhergehen.
Wenn du unsicher bist, oder meinst, dass du Symptome eines Burnout oder einer Depression hast, ist ein Gespräch mit einem Therapeuten oder Arzt sinnvoll, denn

egal, um was es sich handelt: Beides ist ernst zu nehmen und beides ist behandelbar!

Burnoutphasen
Was hilft bei Burn-Out?

Burnout ist ein ernstzunehmender Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung. Hier sind wichtige Schritte, die helfen können.

Welche Therapieformen bei Burn-Out?

Therapie bei Burnout zielt darauf ab, seelische Erschöpfung zu lindern, Belastungsursachen zu erkennen und neue gesunde Lebens- und Arbeitsweisen zu entwickeln. Je nach Schweregrad und eigenen Bedürfnissen kommen unterschiedliche Behandlungsansätze zum Einsatz – auch in Kombination.

Dazu gehören Psychotherapie: um negative Denkweisen (z. B. Perfektionismus, „Ich darf keine Pause machen“) zu hinterfragen und die Ursprünge von Überforderungsmustern verstehen (Kindheit, Rollenbilder etc.)

Medizinische Behandlung nach Bedarf: Bei Burnout mit depressiven Symptomen kann eine zeitweise medikamentöse Unterstützung in Form von Antidepressiva sinnvoll sein.
Wichtig: Medikamente behandeln Symptome, nicht die Ursachen. Immer ärztlich begleiten lassen!

Bei schwerem oder chronischem Burnout ist eine stationäre oder teilstationäre Reha in einer psychosomatischen Klinik oder einem Reha-Zentrum sinnvoll. Ein Abstand vom Alltag und ein geschützter Rahmen zur Erholung unter professioneller Aufsicht sind gewährleistet.

Umso schwerer ein Burn-Out ist, umso länger dauert die Behandlung und Symptomatik. Prävention, also regelmäßige und gute Selbstfürsorge, ausgewogene Work Live Balance und Ernährung, sowie Sport und Bewegung und ausreichend Schlaf, sind wichtige Grundpfeiler.

Es ist kein Zeichen von Schwäche, Hilfe zu suchen – es ist ein Schritt zur Besserung. Du musst das nicht allein durchstehen.

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